Start: Hohenems/Schloßplatz 430m
Ziel: Emser Hütte 1310m
Länge: 24km
Zeit:  2:30 Stunden
Höhenunterschied: 1230m
Trailanteil: 20% Trail
Schwierigkeit bergauf: mittel
Schwierigkeit bergab: mittel (S2)
Beste Jahreszeit: März – Dezember
Akku: 1x
Einkehrmöglichkeit: Alpe Gsohl, Emeser Hütte, Schöner Mann Alpe, Schttannen, Kreiers Alpe

Kurzbeschreibung

Diese unkomplizierte Tour ist beliebt und vielbefahren, obwohl sie anspruchsvoll und steil ist. Man startet in Hohenems. Zuerst geht es knapp 1.000 Höhenmeter zum Sattel oberhalb der Alpe „Schöner Mann“. Danach rollt man über das Schigebiet Schuttanen wieder zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs findet man zahlreiche Einkehrmöglichkeiten (Gsohl Alpe, Emser Hütte,…). Die Alpe Gsohl ein Muss (Kultstätte) für Biker.

Streckenbeschreibung

Hohenems / Schlossplatz 430m
Durch Torbogen und gleich rechts auf der Emsbachstraße aufwärts über Emsreute in Ri. Schuttannen. Kurz vor Schuttannen beim  Viehgatter wenn eswieder flacher wird hält man sich beim Parkplatz links Ri. Karren und umrundet so den Hohen Staufen.

Karren Bergstation 970m
Ideale Kaffeepause oder kurze Stärkung bevor wir den Staufwen weiter umrunden.

Schuttannen 1148m
Wir rollen weiter zur Schönernannalpe oberhalb von Ebnit bis zur Emser Hütte.

Fluhereck / Emser Hütte 1283m
Bei der Weggabelung Fluhereck kurz nach der Emser Hütte weiter zur Alpe Gsohl.

Alpe Gsohl 980m
Hier bei der Alpe Gsohl sollte man zumindest, wenn man schon nicht einkehrt, den Blick bis zum Bodensee geniessen!

Hohenems / Schlossplatz 430m

Alternative kürzere Variante in Umgekehrter Richtung ohne Karren und Staufenumrundung

0.0 km | 430 Hm: Hohenems/Schlossplatz
Durch Torbogen und gleich rechts auf der Emsbachstraße  aufwärts. Nach ca. 200 m rechts und bei der Abzweigung links hoch zum Schießstand abbiegen. Dann geht es auf einem Forstweg steil aufwärts in Richtung Alpe Gsohl.

4.8 km | 980 Hm: Alpe Gsohl
Hier bei der Alpe Gsohl sollte man zumindest, wenn man schon nicht einkehrt, den Blick bis zum Bodensee geniessen!
Weiter geht es aufwärts zum  Älpele/Baracken der Wildbachverbauung (5.9km): Auf „Wießa-Stua-Weg“ geradeaus nach Fluhereck. Weiter stets dem Forstweg folgen.

8.0 km | 1283 Hm: Fluhereck/Emser Hütte
Bei der Weggabelung Fluhereck kurz nach der Emser Hütte gehts links nach Schuttannen.

12.8 km | 1148 Hm: Schuttannen
Abwärts in Richtung Hohenems bis zum Gasthof Kreiers Alp (km 15) und hier dann unmittelbar nach Gasthof links abbiegen und bei der folgenden Weggabelung jeweils abwärts (über Ranzenberg und Tugstein) fahren bis zum Ausgangspunkt.

20.0 km | 430 Hm: Hohenems/Schlossplatz

Alternative Tour via Gsohl

Die Emser Runde zählt sicherlich zu den beliebtesten Touren des Rheintals. Sie ist leicht zu erreichen – Ausgangsort ist das Stadtzentrum von Hohenems – , die Wegführung ist unkompliziert und direkt, sodaß man auch bei knappem Zeitbudget noch auf seine Kosten kommt, die Landschaft abwechslungsreich mit waldigen Passagen im unteren und offenem Alpgelände im oberen Teil und die Infrastruktur – sprich Gasthäuser – geradezu exzellent. Da gibt es u.a. die Emser Hütte. Der Wirt hat sich besonders auf Biker eingestellt und auf 1250 m Höhe eine kleine Service-Station eingerichtet, falls einmal Not am Manne sein sollte. Und die Gsohl Alpe, eine Etage tiefer, ist sowieso der BikerTreff schlechthin. Da oben kann man sich jederzeit bei einem Bier mit Gleichgesinnten zu einem Schwätzchen treffen und dabei den Sonnenuntergang über dem Bodensee genießen. Der Bike-Ständer vor der Alpe – übrigens vor Jahren einer der ersten, der in Vorarlberg auf diesen Höhen gesichtet wurde – zeigt, daß Biker auch hier besonders willkommen sind. Aber, wer die Emser Runde fährt, muß in erster Linie das Biken im Sinn haben. denn eines ist gewiß: Der Anstieg zum Sattel auf 1400 m ist fast durchwegs steil und deckt Konditionsmängel schonungslos auf.
Gestartet wird im Zentrum von Hohenems, wo es zum ersten Auflockern auf Asphalt sanft aufwärts zum Schießstand geht. Danach folgt der anspruchsvolle Waldanstieg zur Gsohl Alpe, der manch sehenswerten Ausblick aufs Rheintal freigibt. Beim Gsohl ist dann kurze Entlastung angesagt, bevor der nächste Steilaufschwung den Puls wieder in höhere Bereiche bewegt.. Ab der Emser Hütte wird das Gelände alpig grün. Man kann hier auch guten Gewissens eine Einkehrrast einplanen, denn danach folgen nur noch gemäßigte 150 Höhenmeter Anstieg. Hat man mit dem nachfolgenden Sattel den höchsten Punkt einmal erreicht, rollt man locker über das Skigebiet Schuttannen mit Weitblicken über den Bodensee abwärts ins Tal.

Streckenbeschreibung:
1) km 0,0, HM 430: Schloßplatz, Hohenems: Durch Torbogen und auf Emsbachstraße hochfahren. Nach ca. 200 m rechts und bei folgender Abzweigung links hoch zum Schießstand.
2) km 1,0: Auf Forstweg hoch Ri. Alpe Gsohl.
3) km 5,9, HM 1135: Älpele: Über „Wießa-Stua-Weg“ nach Fluhereck. Immer auf dem Forstweg bleiben.
4) km 8,0: Weggabelung kurz nach Fluhereck: Links aufwärts über Alpe Hinterberg nach Schuttannen. (Bei km 11,9 nicht rechts Ri. Hackwaldweg!)
5) km 12,8: Schuttannen: Abwärts Ri. Hohenems bis zu Gasthof Kreiers Alp.
6) km 15,0: Unmittelbar nach Gasthof Kreiers Alp links abbiegen und bei den folgenden Weggabelungen jeweils abwärts fahren bis zum Ausgangspunkt.
7) km 19,9: Schloßplatz, Hohenems.

Kurze Rundtour bei Hohenems
Ausgangsort: Hohenems/Schloßplatz (bei der Kirche)
Länge: 10,5 km
Höhenmeter: 200 m
Höchster Punkt: 610 m
Asphalt: 3,8 km
Güterwege: 5,7 km
Pfade: 1,0 km
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer (Anstieg zum Wildgehege sehr schwierig, ansonten leicht.)
Einkehrmöglichkeit: „Oase“ (Ghf. Kobel bei km 5,0).
Schwierigkeiten: Steilanstieg zum Wildgehege. Kurze Schiebestelle kurz nach Wildgehege über Stiegen abwärts zu Güterweg.

Kurzbeschreibung:
Die Rundtour durch Hohenems und Altach beginnt mit einem sehr steilen Anstieg zum Wildgehege. Hat man diesen Anstieg aber einmal bewältigt, gibt es keine weiteren Schwierigkeiten mehr. Man rollt auf einem Güterweg ins Tal, radelt nun dem Waldrand entlang zum Ghf. Kobel. Vom Kobel quert man auf Nebenstraßen zum Mösle Stadion bei Götzis und radelt nun der Bahn entlang am Ortsrand von Altach retour nach Hohenems.

Streckenbeschreibung:
km 0,0, Hm 435: Hohenems/Schloßplatz: Auf Hauptstraße 200 m Richtung Götzis und bei Rathaus/Sparkasse links auf Hochquellenstraße einbiegen.
km 0,5: Nach rechts auf St. Antonstraße und dieser folgen. Nach 300 m, bei einem alten Fabriksgebäude, an dem wir rechts vorbeifahren, beginnt ein Steilanstieg. Im Steilanstieg (nach weiteren 150 m) rechts über Brücke. Bei der kurz darauf folgenden 4er-Kreuzung geradeaus aufwärts (Lenaustr.) und weiter aufwärts (Bodenweg) zum Wildgehege.
km 2,0, Hm 610: Wildgehege: Beim Haus geradeaus, durch ein Tür und dem Gehege entlang auf Fußweg weiter. Nach zweiter Tür kurz über Stiegen abwärts (Bodenweg) zu Güterweg. Auf diesem ohne abzuzweigen abwärts ins Tal.
km 3,6, Hm 415: Ende der Abfahrt (bei Sportplatz): Links auf schmalem Güterweg zur Hauptstraße (Kreisverkehr).
km 5,0: Kreisverkehr: Straße überqueren und zwischen Ghf. Kobel und Bushaltestelle auf Sonderbergstraße. Auf dieser gerade durch Ri. Mösle Stadion. In der Folge durch Bahnunterführung. fahren. Kurz nach Ortsschild Altach (50 m vor „Klimatechnik Ender“) rechts auf Güterweg (km 5,9). Nach weiteren 100 m, bei Güterweggabelung, rechts zur Bahn und dieser entlang zur Haltestelle Altach.
km 7,2: Haltestelle Altach: Rechts unter Bahn durch. In der folgenden Linkskurve auf der Asphaltstraße bleiben, nach 500 m wieder links unter Bahn durch und gleich wieder in Spitzkehre rechts auf Radweg. Nun auf linker Bahnseite nach Hohenems.
km 8,7: Rechts unter der Bahn durch. Nach Unterführung gleich wieder links. Weiter der Bahn entlang zum Bahnhof Hohenems.
km 9,5: Einmündung in Hauptstraße bei Apotheke: Links fahrend am Bahnhof vorbei und vor Emsbach rechts auf Radweg. Dem Bach entlang weiter zum Ausgangspunkt.

Biken überm Alpenrhein

Wit no a Hülsa? Zu deutsch: Willst du noch eine Hülse? Eine Hülse steht in der Alpe Xohl für eine Flasche Bier. Und die wird stilgerecht ohne Glas auf den alten Holztisch geklotzt. Entsprechend rustikal und bodenständig ist auch der Wirt und Alpbesitzer, der Xohl-Charlxy, ein allseits beliebtes und bekanntes Original: Breitschultrig, mit klobigen Händen, alten Jeans, hochgekrempelten Hemdsärmeln und einem Umgangston, so cool, wie die „Hülsa“, die er auf den Tisch stellt. Kurzum, ein richtiger Mann. Einer, der lästige Wespen in ein Gespräch vertieft ganz beiläufig mit zwei Fingern vom Tisch klaubt und zum Fenster hinauswirft. Seit Jahren zieht er jeden Sommer mit seinem Vieh auf die Alp, auf Charlys Ranch, wie er sie nennt. Und Sommer für Sommer folgen ihm nicht nur Kühe, Hasen und Hühner sondern auch die Biker aus dem Rheintal. Das Xohl genießt unter Bikern Kult-Status. Und, wenn man einmal den steilen Anstieg zum Xohl unter den Stollen gehabt hat, wundert man sich, was sich da oben alles tummelt, von top-gestylten jungen Bikerinnen bis zu den zwei 70-jährigen bikenden! Stammgästen, die im Xohl eh schon jeder kennt. „Wie kommen die alle da rauf?“, fragt man sich unweigerlich, wenn man mit weit heraushängender Zunge bei der Alpe vom Bike steigt.
Eines ist sicher: Jeder, der im Xohl einen sauren Most oder „a Hülsa“ bestellt, hat diese auch im Schweiße seines Angsichts verdient. Das Potential an gutem Gewissen reicht sogar für „noch eines“, wenn einer der Gäste ganz spontan die Gitarre hervorholt und das Publikum im warmen Licht der Gaslampen irgendwo zwischen „Junge komm bald wieder“ und „Yesterday“ dahinschmilzt. Will man dann wieder ins Tal, wartet die schwierigste Hürde. Man muß durch die Küche, in der der Kässalat mit einer Überdosis Zwiebeln angerichtet wird, am Xohl-Charly vorbei. „A Kettiöl goht no.“ Schon hat man ein Stamperl Selbstgebrannten, in Anpassung an die bikenden Gäste „Kettenöl“ genannt, in der Hand – auf Rechnung des Hauses natürlich. An warmen Sommerabenden bleibt einem diese Hürde glücklicherweise erspart. An solchen sitzt man nämlich im Freien und genießt entspannt, wie die Sonne langsam hinter den Schweizer Bergen verschwindet und dabei den Bodensee noch einmal voll in Szene setzt.
Es sind diese urigen Alpen und Bergwirtschaften wie das Xohl die der Bikeszene über dem Vorarlberger Rheintal ihre ganz besondere, gesellige Note verleihen. Da gibt es keine für Touristen auf volkstümlich getrimmte, anonyme Besäufnis- und Verköstigungsanstalten, wie sie in manchen alpinen Urlaubszentren dahinwuchern. Da ist alles – wie man so gescheit sagt – authentisch. Ganz einfach, weil es keine Touristen gibt. Das heißt aber nicht, daß das Gebiet bike-mäßig nicht erschlossen wäre. Ganz im Gegenteil: Über dem Alpenrhein südlich des Bodensees – sei dies auf der Westseite des Rheins, in der Schweiz, oder an dessen östlichem Ufer, in den österreichischen und liechtensteinischen Bergen, – ist das Biken Volkssport. Wobei die Betonung ganz eindeutig auf dem Wörtchen „Sport“ liegt. Zwar findet man in den Hügeln des schweizerischen Alpenvorlands und am Pfänderstock unmittelbar über dem Bodensee ein paar anfängertaugliche Regionen, aber darüber hinaus sind die Anstiege gemeinhin eher als deftig zu bezeichnen.
Zu einer Bike-Tour kann man von fast jedem Talort des dichtbesiedelten Rheintals starten. Als das Zentrum der Bike-Aktivitäten würde ich allerdings die Vorarlberger Berge zwischen Bregenz und Feldkirch herausheben. Die Wege, die bis auf Höhen von 1800 Meter führen, lassen sich meist ohne lange Tragepassagen miteinander kombinieren, sodaß sich jeder seine Tour nach eigenem Gutdünken zusammenstellen kann. Man kann sogar – und das ist ein besonderer Leckerbissen der Region – die gesamte Bergkette, die zwischen diesen beiden Städten parallel zum Rhein verläuft, auf einem Höhenweg durchqueren, ohne daß man auch nur einmal ins Tal abfahren muß. Dieser Weg startet unmittelbar am Bahnhof von Feldkirch und endet – je nach Variante – nach 4700 bzw 4000 Höhenmetern am Bahnhof von Bregenz, unmittelbar – Badehose nicht vergessen! – am Bodensee. Dazwischen liegen ein paar knackige Anstiege, grüne Alpen, Schluchten und Aussichtspunkte, die 360°-Rundblicke vom Bodensee bis zu den Gletschern der Silvretta freigeben.
Wenn mit den Vorarlberger Bergen eine Region herausgehoben wurde, soll dies nicht automatisch eine Abwertung der anderen Bike-Spots bedeuten. Auch die Hügel am Westufer des Rheins, kann man auf einer Höhenroute von – Rheineck bis zum Hohen Kasten – durchqueren. Allerdings lassen sich die beiden Höhenwege nicht miteinander vergleichen. Mit dem Überschreiten des Rheins von Vorarlberg in die Schweiz begibt man sich in eine „völlig andere Welt“. Kaum vorstellbar, daß zwischen den beiden parallel verlaufenden Bergrücken ein nur etwa 10 Kilometer breites Tal liegt. Geben sich die Berge auf der österreichischen Seite mit mancherorts schroffen Felsen und tiefen Schluchten geradezu alpin, zeigt sich die Schweiz zwischen Bodensee und Hohem Kasten noch von ihrer sanften Seite. Die Güterwege schlängeln sich über sanft geschwungen Kuppen und grüne Wiesen gesprenkelt mit urigen Bauernweiler und genüsslich grasenden Kühen. Nirgends ist die Schweiz ursprünglicher, traditionsverhafteter als in den Hügeln des Appenzells. Um sich davon zu überzeugen, muß man sich nur einmal einen der farbenfrohen Alpabtriebe ansehen oder einen Landtag, zu dem sich die stimmberechtigten Männer mit ihren Säbeln auf dem Appenzeller Dorfplatz zusammenfinden.
Neben viel tradierter Alltagskultur haben die Bikegebiete des Rheintals aber auch noch allerhand spektakuläre Natur im Repertoire: Eine klassische Postkartenidylle mit Gebirgssee gefällig? Dann auf zum Voralpsee – am besten im Frühjahr, wenn die Wiesen von Blumen übersät und die schroffen Gipfel hoch über dem See mit Schnee bedeckt sind. Hochgebirgsatmosphäre schnuppert man in Liechtenstein auf der Pfälzer Hütte (2110 m), südländisches Flair dagegen in den Steindörfern und Rebhängen im liechtensteinisch-schweizerischen Grenzgebiet bei den Touren zur Regitzer Spitze oder um den Vilan. Wer trotzdem noch Heimweh zum Gardasee bekommt, kann dies in den Felstunneln am steilen Anstieg zur Rohr Alpe abstreifen.
Über Langeweile braucht sich im Rheintal niemand zu beklagen. Allerdings muß man bereit sein, sich auch hin und wieder ins Auto zu setzen. Man kann zwar auch von Standorten wie etwa Dornbirn, Bregenz, Feldkirch, Buchs oder Sargans jeweils mehrere Touren machen, aber der besondere Reiz des Rheintals liegt nun Mal in seiner Vielfalt. Und die erlebt man nur, wenn man von verschiedenen Ausgangsorten startet. Das ist gerade im Rheintal besonders leicht, da alle Tourenausgangsorte an der österreichischen oder schweizerischen Autobahn liegen. Bike und Autobahn: Diese Kombination wird so manchen stutzig machen. Doch ich kann versichern: Egal, zu welcher Tour man im Rheintal startet, nach wenigen Metern auf dem Bike gibt es nur noch eines: Bike & Natur pur.