Ausgangsort: Blons/Ortsmitte (903 m)
Zeit: 3:00 Std.
Höhenunterschied gesamt: 950 m
davon mit Bike: 720 m
zu Fuß: 230 m
Einkehrmöglichkeit: Blons
Variante: Bei der Abfahrt kann man eine Singletrailvariante einbauen.

Kurzbeschreibung

Der Falvkopf zählt nicht wirklich zur Elite der Vorarlberger Berge. Er ist ganz einfach der höchste Punkt eines licht bewaldeten, steilen Berghangs. Obendrein läuft man noch durch eine dichte Phalanx an Lawinenverbauungen, was nicht unbedingt zur Attraktivität beiträgt. Aber der Falvkopf  hat einen Trumpf im Ärmel: Im späten Herbst – und damit meine ich wirklich den sehr späten Herbst: Ende Oktober, Anfang November –, also im späten Herbst, wenn es oft noch ein paar warme Tage hat, ist es kaum irgendwo im Land schöner zu wandern als an den Südhängen des Großen Walsertals. Nirgendwo präsentiert sich das Land in jener Zeit farbenfroher als im Großen Walsertal, und wahrscheinlich ist es auch nirgendwo wärmer. Schon oft habe ich zu jener Zeit irgendwo zwischen St. Gerold und Blons herrliche Touren in T-Shirt und kurzer Hose gemacht. Ein weiterer Grund, weshalb der Falvkopf gerne besucht wird, sind die Heidelbeeren, die es hier in Massen gibt.
Am Falvkopf findet man auch einen ausgeschilderten „Verbauungslehrweg“. Der Berg ist nämlich nicht so zahm,  wie er sich gibt. Hier ging in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts eine verheerende Lawine nieder. Bilgeris Film „Der Atem des Himmels“ handelt von dieser Katastrophe. Wer mehr darüber erfahren will, findet in Blons Infos. Aber auch am Ende des Güterwegs, dort, wo der Falvkopfrundgang beginnt, steht ein Gebäude, ein ehemaliges Lager für die Lawinenverbaungsarbeiten, das zu einem Info-Gebäude umgestaltet wurde. Das Gebäude ist geschlossen. Man kann in Blons geführte Touren buchen, während derer man alles über das Lawinenunglück und die dagegen eingeleiteten Schutzmaßnahmen erfahren kann – eben auch in dem erwähnten Gebäude, das im Rahmen einer solchen Führung besucht wird.
Lawinen, Heidelbeeren und Sommer im Spätherbst: Das sind die Themen am Falvkopf. Am lohnendsten ist eine Tour mit dem Bike. Vom Bikedepot sind es noch etwa 250 Höhenmeter zum Gipfel. Die Bikewege sind nie besonders steil. Trialspezialisten finden auf der Abfahrt noch einen interessanten, teilweise schwierigen Trail, was die Tour insgesamt zu einer abwechslungsreichen Angelegenheit macht.

Streckenbeschreibung

Von der Kirche in Blons (Hm 903) auf Hauptstaße ca. 800 m taleinwärts bis zur Bushaltestelle Esch. Hier zweigt ein Güterweg zur Hüggen Alpe ab. (Man kann übrigens auch hier starten. Man kann das Auto bei der Abzweigung abstellen.) Nun auf Güterweg beständig aber nie richtig steil aufwärts zu Hüggen Alpe (km 6,0/Hm 1495; Asphalt bis km 3,5). Die Hüggen Alpe ist nicht als typische Alpe zu erkennen.  Es stehen hier nur zwei Alphütten. Wenn man genau schaut, kann man aber auf dem Wegschild noch die Ortsbezeichnung  „Hüggen“ lesen. Nun der Beschilderung rechts aufwärts zum Falvkopf folgen. Nach einem weiteren Kilometer, bei Weggabelung, rechts aufwärts zu Hütte. Nach wenigen Metern endet der befahrbare Weg bei der Hütte (km 7,0/Hm 1620). Es gibt hier einen Brunnen und ein Grillstelle. Hier nun der Beschilderung „Falvkopf  Rundweg „ folgend rechts aufwärts. Über leicht bewaldete Wiesenhänge aufwärts. Bei Weggabelung, bei der der gelb markierte „Verbauungsweg“ links abzweigt, steigen wir rechts steil aufwärts und dem Kamm entlang zum Gipfel. Für den Abstieg auf dem Kamm weitergehen und rot/weiß-Markierung folgend abwärts. Nach kurzem Abstieg, bei erster unbeschilderter Weggabelung, links dem „Verbauungsweg/gelb“ folgen.  Nach weiterem Abstieg durch die Lawinenverbauungen, bei unbeschilderter Weggabelung, nicht mehr dem links abzweigenden „Verbauungsweg“ folgen. Hier rechts und abwärts zum Bikedepot.
Mit dem Bike auf dem Aufstiegsweg zurück.

Singletrailvariante

1,2 km auf Aufstiegsweg abwärts zur Hüggen Alpe. Hier rechts Ri. Oberblons. Nach weiteren 600 m Güterweg zur Sentum Alpe verlassend abwärts nach Oberblons. Es folgt nun ein schöner, manchmal sehr anspruchsvoller Singletrail. Nach 200 m gerade abwärts (versteckte, kaum sichtbare rot/weiß-Markierung). Am Ende des Singletrails erreicht man eine kleine Asphaltstraße. Auf dieser abwärts nach Blons.