Ziel: Gamsalp (mit 2 Sesselbahnen bequem erreichbar)
Länge Rundweg: ca. 5 km
Dauer: ca. 3 Stunden
Höhenlage: 1770 bis 1950 Hm
Höhenmeter: 180 Meter
Ausrüstung: Gute Wanderschuhe und Outdoorbekleidung
Einkehrmöglichkeit: Berggasthaus Gamsalp vor oder nach der Wanderung

Ab der Gamsalp führt der Bergweg westseitig leicht ansteigend zum Gamserrugg-Sattel (1946 m ü. M.). Es lohnt sich, einen Blick zurückzuwerfen. Säntis, Schafberg und Altmann dominieren das Alpsteinmassiv, unten im Tal eingebettet das Dorf Wildhaus. Auf dem Weg bis zum Gamserrugg-Sattel werden auf den ersten sechs Informationstafeln die Entstehung der Churfirsten anhand der hier offenliegenden Schichten erklärt.

Der Gamserrugg-Sattel verbindet die Südwestflanke des Gamserruggs mit der Hochfläche von Garschella. Über dem Gamserrugg-Sattel blühen in den steilen Felsbändern je nach Jahreszeit Alpenblumen wie Feuerlilien, Türkenbund, Alpenanemonen und Straussglocken. Auch die Mondraute, die schon vor 60 Millionen Jahren blühte, ist hier zu finden und mit etwas Glück sogar der Ungarische Enzian. Weiter geht’s entlang der Südflanke des Gamserruggs. Der schöne Weg eröffnet einen fantastischen Weitblick. So grüsst von weitem der Pizol und der Ringelspitz (3247 m ü. M.), der höchste Berg im Kanton St. Gallen. Direkt in Wanderrichtung erhebt sich die wildgeformte Alvierkette und unten im Tal liegt idyllisch eingebettet der Voralpsee. Der Blick reicht hier über das Rheintal, das Fürstentum Liechtenstein bis zum Vorarlberg und dem Arlbergpass.

Führungen für Gruppen

Mit dem Geologen können Schulen und Gruppen eine interessante Reise in die Kreidezeit unternehmen, als der Gamserrugg noch Teil eines tropischen Meeres war und Seeigel im Toggenburg heimisch waren. Auf Wunsch mit Znüni- oder Zvieriplättli auf der Sonnenterrasse des Berggasthauses Gamsalp.

Ein Meeresrauschen auf 1946 Meter über Meer? Meeresmuscheln auf den Bergspitzen? Auf dem rund 5 km langen geologischen Rundweg rund um den Gamserrugg im Toggenburg erhalten Sie Antworten auf viele Fragen. 12 Tafeln erklären anschaulich interessante Naturphänomene. Während der Alpsommerzeit führt der Weg mitten durchs Weideland von Rindern und Schafen. Sehr oft können Sie auch die überaus aktiven Murmeltiere beobachten. Die Wanderzeit beträgt rund 3 Stunden.

Gasthaus Gamsalp

Das Berggasthaus Gamsalp liegt auf 1770 m ü. M. und bietet eine einmalig schöne Panorama-Aussicht. Mit grosser Sonnenterrasse und Kinderspielplatz direkt beim Berggasthaus. Das Berggasthaus verfügt über 60 Schlafplätze.

Geologie der Churfirsten

Die Gesteine der Churfirsten und des Säntis wurden in der Kreidezeit in einem Meer abgelagert (helvetischer Sedimentationstrog). Bei der darauf folgenden Alpenbildung wurden sie Richtung Norden in ihre heutige Lage verschoben. Sie deformierten sich zu einem Bündel von Falten und Schuppen. Dieses Faltenpaket baute in seinem nördlichen Teil den Alpstein mit dem Säntis und Altmann auf. Der südliche Teil bildet die Nordabdachung der Churfirsten und des Alviers.

Im Gebiet des Gamserrugg und Chäserrugg sind drei Formationen der Sedimentsgesteine der helvetischen Decke aufgeschlossen: Seewerkalk, Garschella und Schrattenkalk. Diese Gesteine der Churfirsten wurden in der Kreidezeit in der Region Chur-Tödi abgelagert. Die Gamsalp-Zone ist ein typisches Karstgebiet. Der Karst ist eine Landschaft, die vorwiegend durch Lösen des Gesteins entstanden ist, mit Erscheinungsformen wie Karren, Dolinen (Donnerlöcher) und Höhlen, wobei ein oberirdisches Entwässerungsnetz weitgehend fehlt.

Als Fossilien werden alle aus früheren erdgeschichtlichen Zeiten überlieferten Lebensspuren bezeichnet. Dabei kann es sich um Reste oder Abdrücke von Pflanzen und Tieren bzw. um Tierspuren handeln.

Öffnungszeiten

Der Geologische Rundweg Gamserrugg ist – je nach Schneeschmelze – ab Anfang Juli bis Mitte Oktober begehbar.

Kontakt

Bergbahnen Wildhaus AG 9658 Wildhaus, Telefon 071 998 50 50

Detaillierte Informationen und weiterführende Links finden Sie online auf www.Ausflugsziele.ch