Sargans-Gemsli-Gams
4.5 Std. eMTB / 6.5 MTB – Distanz 61 km – Höhenmeter 1570 m

Start: Sargans, Bahnhofparkplatz
5% Asphalt (ohne Rückweg auf dem Rheindamm Buchs- Sargans) – 80% Forstweg – 15% Trail
Kondition: leicht / Technik: mittel
Schwierigkeit bergab: leicht / mittel, S0 bis S2+
Schönste Zeit: März – November
Einkehr:
Hotel Alvier mit Panoramarestaurant, T. +41 8178 40 202, mail@hotelalvier.ch – www.hotelalvier.ch
Restaurant Maiensäss: Fam. Freuler, T. +41 8178 31 419, http://www.restaurant-maiensaess.ch
Restaurant Gemsli: Erika und Ernst, T. +41 8174 01 010, info@gemsli-sevelen.ch – www.gemsli-sevelen.ch

Diese Variante des Rheintaler Höhenwegs wird in Insiderkreisen als Viagra 2.0-Tour bezeichnet, da sie weder konditionell noch fahrtechnisch gross Anforderungen stellt und somit betagteren Cracks (so bis 60 Jahre) bedenkenlos zugemutet werden kann 😉

Ab Startgelände bis Morgenkaffee – Vom Parkplatz weg cruisen wir im Lauch draussen nach Vild, queren die Hauptstrasse und ziehen betulich nach Atscha hoch – übrigens ein floral hoch interessantes Gefilde. Von hier folgen wir einem Wanderweg um den Maziferchopf, bis wir in die Schranken gewiesen werden. Ok, wird akzeptiert, zumal es gleich rechts recht knackig zu Tale geht. Beim Wegweiser der Alten Schollbergstrasse halten wir links Richtung Trübbach und drücken uns durch den Karin Tunnel nach Trübbach. – So, mein Freund, jetzt bitte Stufe 3, denn mir ist nach einem Morgenkaffee im Kurhaus Alvier (976 m.ü.M.) oder im Restaurant Maiensäss.

Gemsli – Nach dem Espresso wird’s lecker. Bis runter nach Oberschan ist etwas Mumm und ziemlich Scheibenbremse gefragt, und kannst du das Heck versetzen, wirst du Spass pur haben. Bald nach dem Weiler biegen wir bei beim Hof links weg Richtung Schulhaus Steig, weiter nach Hüseren mit dem Restaurant Gemsli und noch weiter bis zur Oberen Tobelbrugg. Rund 200 Meter danach sind Argusguckerchen gefragt, denn der Einstieg in den lauschigen Steig rüber zum Buchserberg hält sich sehr bedeckt. Dann geht es ein Stück weit die Asphaltstrasse rauf bis zur Linkskehre, in der wir rechts auf einen Forstweg abbiegen und ihm bis Valspuus treu bleiben.

Studner- und Grabserberg – Runde 400 m nach den Alpgebäuden geht’s im spitzen Winkel über eine kurze Treppe (Level S4) zum Trail runter, auf dem du die Ventile bis Grueben runter öffnen kannst. Hier stechen wir links ins Gruebeweglein, das sich zwar sehr drollig anfühlt, aber bis zum letzten Meter volle Konzentration erfordert. Kurz vor dem ehemaligen Restaurant Rogghalm endet der Track, und wir queren ebenso verschlungen wie coupiert vom Studner – via Grabser Berg zum Bädli rüber.

Historische Landstrasse nach Gams – Nach ein paar Pedalumdrehungen eräugt man einen dieser sympathischen gelben Wegweiser, der – na, wohin wohl? – hangabwärts deutet. Zeigt sich dein Radl hier noch in Originalfarben, dürfte es spätestens beim Simmibach unten ziemlich graugeschleiert sein…! Nun folgt ein kurzer Anstieg bis zur Hauptstrasse Wildhaus-Gams. Wir lassen die aber gleich hinter uns und schrauben rechts in die Historische Landstrasse rein und auf dieser mit einem 25er Schnitt nach Gams runter. – Hier machst du das, was du seit dem Morgen immer gemacht hast: scharf aufs Garmin gucken. Dann solltest du eine Stunde später (sofern du den 25er Schnitt durchziehst) beim Bahnhof Sargans eintrudeln.

Rheintal Höhenweg

Das Rheintal zwischen dem Bodensee und Feldkirch ist das am dichtesten besiedelte Gebiet Vorarlbergs. Gut, es ist natürlich nicht mit Hollands Westen vergleichbar. Die größte Stadt des Gebiets hat nur 40 000 Einwohner. Aber die kleinen Orte und Städte sind derart eng zusammengewachsen, daß niemand auf die Idee kommen würde, daß in man in unmittelbarer Nähe ein grandioses Bikegebiet befindet. Der schmale ebene Talstreifen entlang des Rheins wird auf seiner ganzen Länge von Bergen begrenzt, in denen man Alpen, Schluchten und herrliche Aussichtsgipfel findet. Diese Berge sind mit einem weitläufigen Güterwegenetz und gemütlichen Berggaststääten auf geradezu ideale Weise erschlossen. So haben die Leute aus dem Rheintal ein perfektes Bikervier unmittelbar vor ihrer Haustür. Es bedarf nur kurzer Anfahrtswege, um aus den Talorten in die Berge zu kommen. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß die Rheintalberge das meistbefahren Bikegebiet Vorarlbergs sind. Auf der ganzen Strecke zwischen Bregenz und Feldkirch findet man Routen, die man mit etwas Gebietskenntnis allesamt miteinander kombinieren kann. Wer will kann sogar ohne Schwierigkeiten ins Bikegebiet des Bregenzeerwalds hinüberwechseln. Jürgen Albrich, ein ausgebildeter Mountainbike Führer, der stets in diesem Gebiet unterwegs ist, spricht sogar von einem Wegenetz, das in jedem Fall so ausgebreitet und abwechslungsreich ist wie jenes am Gardasee. Diese Frage abschließend zu beurteilen, ist natürlich Geschmacksache. Sicher ist aber, daß die Biker-tauglichen Einkehrmöglichkeiten in den Rheintalbergen ihre Pendants am Gardasee bei weitem ausstechen. Manche Alpen wie das Gsohl bei Hohenems oder die Sattel Alpe bei Dornbirn haben bei den Bikern geradezu Kultstatus erlangt. Bei vielen Rheintal-Bikern hat der gemütliche „Hock“ als Abschluß einer Tour mittlerweile den gleichen Stellenwert eingenommen wie das Biken selbst. So darf man sich nicht wundern, wenn man auf manchen Alpen heute mehr Bikes findet als Kühe. Aber diese eher genießerische Seite der Rheintaler sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß Biken im Rheintal immer noch eine äußerst schweißtreibende Angelegenheit sein kann. Denn die meisten Anstiege aus dem Tal sind steil. und wirkliche Anfänger werden auf den Trails mit wenigen Ausnahmen wenig Freude haben.

Rheintal Höhenwege

Südlich des Bodensees bildet der Rhein die Grenze zwischen der Schweiz im Westen sowie Österreich und Liechtenstein im Osten. Dabei wird er auf beiden Seiten von Höhenzügen begleitet, die sich gut auf dem Bike durchqueren lassen. Während die österreichische Seite mit Bergen bis zu 2000 m Höhe aufwartet, fährt man auf der Schweizer Seite durch ein grünes Hügelland, das durch die hohen Berge des Alpsteins begrenzt wird.

Höhenweg Vorarlberg

Ausgangsort:Feldkirch/Bahnhof
Endpunkt: Bregenz/Bahnhof
Länge: 130,5 km (Kurzvariante/siehe unten: 111,3 km)
Höhenmeter: 4700 m (4000 m bei Kurzvariante)
Höchster Punkt: 1645 m
Asphalt: 30,6 km (bzw: 23,9 km)
Güterwege: 88,2 km (76,6 km)
Pfade: 11,7 km (10,8 km)

Streckenbeschreibung:
Die Bike-Tour startet unmittelbar am Bahnhof Feldkirch. Man fährt durch die Bahnunterführung, und schon geht es auf einem steilen Güterweg aufwärts. Als Einstieg überquert man nun den bewaldeten Rücken des Hohen Sattels. Danach erreicht man bei Rankweil noch einmal das Tal. Für Leute, die am späten Nachmittag mit der Bahn anreisen, ist dies eine ideale Aufwärmetappe, da man in Rankweil viele Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants findet. Ab Rankweil geht’s dann endgültig in die Berge, die man bis Wolfurt nicht mehr verläßt. Man bewegt sich nun meist in Höhen zwischen 800 m und 1500 m. Größtenteils fährt man auf gut befahrbaren Güterwegen. Dreimal muß man das Bike für kurze Zeit schieben. Die längste Schiebepassage wartet beim Abstieg von der Hohen Kugel (1645 m) zur Emser Hütte (ca. 15 min.). Ansonsten verlangt der Höhenweg zwar eine gute Kondition aber keine besonderen fahrtechnischen Fähigkeiten. Erreicht man bei Wolfurt das Tal erstmals wieder, kann man auf Radwegen entlang der Bregenzerach zum Bahnhof in Bregenz radeln. Wer genügend Zeit/Kondition hat, kann zusätzlich noch über den Pfänder nach Lochau am Bodensee fahren. Von Lochau radelt man dann auf dem Bodenseeradweg nach Bregenz. Diese „Zusatz-Etappe“ über den Pfänder bietet mit seinen herrlichen Ausblicken über den Bodensee und das Allgäu eine herrliche, abwechslungsreiche Ergänzung des Rheintal Höhenwegs.
Da es unterwegs in relativ kurzen Abständen Berggasthöfe, Alpen und Schutzhütten gibt, kann man mit leichtem Gepäck reisen und sich die Etappenlängen individuell einteilen. Die Höhentour kann an jedem Punkt abgebrochen werden. Man rollt einfach ins Tal, steigt beim nächsten Bahnhof in den Zug und ist von jedem Punkt der Tour spätestens in 1 – 2 Stunden wieder zurück am Ausgangspunkt.
Die Tour kann meist von Juni bis Ende Oktober durchgehend befahren werden.

Rheintal Höhenweg Schweiz

Ausgangsort: Rheineck/Bahnhof
Endpunkt: Oberriet/Bahnhof
Länge: 70,2 km
Höhenunterschied: 2380 m
Höchster Punkt: 1690 m
Asphalt: 36,4 km
Güterwege: 27,5 km
Pfade: 6,3 km

Streckenbeschreibung:
Der Schweizer Höhenweg startet am Bahnhof von Rheineck, einem kleinen Städtchen nahe dem Bodensee. Auf Nebenwegen geht’s nach Thal, wo der Anstieg beginnt. Anfangs fährt man noch auf einer Asphaltstraße. Dann aber beginnt ein abwechslungsreicher Mix aus Güterwegen, wenig befahrenen Asphaltsträßchen und Singletrails. In dem hügeligen Bauernand geht es nun stets intervallmäßig Auf und Ab. Richtig lange Anstiege gibt es eigentlich nirgends. Trotzdem bringt man eine ordentliche Anzahl an Höhenmetern zusammen. Unterwegs passiert man herrliche Aussichtspunkte, von denen man das Bodenseegebiet, das Rheintal und das Appenzellerland überblicken kann. Man bleibt fast die gesamte Etappe unter 1250 m Höhe. Erst am Schluß geht es mit einem Abstecher zum Hohen Kasten so richtig in die Berge. Verzichtet man auf diesen abschließenden Anstieg, kann man die Tour schon im April bzw. noch im November befahren. Am schönsten ist aber die Zeit von Mitte Mai bis Mitte Juli, wenn das ganze Land von einem Blumenteppich überzogen ist. Schon im Juni sollte – bei entsprechender Witterung – auch der letzte Anstieg zum Hohen Kasten schneefrei sein. Der befahrbare Weg endet ca. 20 Gehminuten unterhalb des Hohen Kastens. Trotzdem sollten sich selbst eingefleischte Biker eine Besteigung des Gipfels nicht nehmen lassen. Das Gipfelpanorama ist einzigartig. Wieder beim Bike, rollt man gemütlich ins Tal und fährt vom Bahnhof Oberriett zurück nach Rheineck.