Ausgangsort: Hohenems/Ledi (470 m)
Anfahrt: Hohenems Ortsmitte, beim Rathaus, aufwärts Ri. Schuttannen/Emsreute – bei folgender Abzweigung rechts bleibend (nicht Ri. Emsreute) geradeaus aufwärts bis zum Ende der befahrbaren Straße beim Schützenheim Ledi
Zeit: 4:00 Std.
Höhenunterschied: 1180 m
Einkehrmöglichkeit: Emser Hütte, Millrütti, Alpe Gsohl
Besonderheit: Der Äuele Grat ist ein alpiner Steig. Bergerfahrung, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind unbedingt erforderlich.

Kurzbeschreibung

Alle Wege führen auf die Hohe Kugel – zumindest aus dem mittleren Rheintal -, so könnte man meinen, wenn man an einem schönen Herbsttag auf den Gipfel kommt. Da darf man sich nicht wundern, wenn man 50 und mehr Leute antrifft. Es ist auch wirklich so: Von überall führen Wege zur Kugel  – von Fraxern und Götzis, von Hohenems und Ebnit. Aber wohl kaum einer wird so wenig begangen wie der über den Äuelegrat, und kaum einer ist so wenig bekannt wie jener. Am Äuelegrat findet man fast nur Einheimische, und die eher selten. Das kann man unschwer schon am Einstieg erkennen. Das sind höchstens ein paar unauffällige Trittspuren, die da in den Wald führen. Es gibt keine Beschilderung und auch sonst keine Anzeichen, die auf einen Weg hindeuten. Dem entsprechend trifft man am Äuelegrat auch selten auf andere Wanderer. Das mag auch daran liegen, daß der Weg recht anspruchsvoll ist. Auf dem schmalen Grat sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingte Voraussetzungen. Vor allem bei Nässe ist der Grat wegen des rutschigen, lehmigen Bodens unangenehm zu begehen. Man sollte für den Äuelegrat auch ein wenig Gespür für die Wegfindung mitbringen. Markierungen findet man keine. Allerdings kann man die Wegspuren – eben mit etwas Gespür – immer gut erkennen. Im oberen Teil, bei einer Weggabelung,  trifft man völlig überraschend dann doch noch auf zwei Wegschilder. Man kann bei dieser Abzweigung durch ein Tobel zum Güterweg, der die Alpe Gsohl mit der Emser Hütte verbindet, absteigen. Wenn man aber weiter Ri. Gsohl Älpili geht, kommt mit dem Beppo Steig, der interessanteste Abschnitt des Weges, eine ausgesetzte mit Drahtseilen versicherte Passage über ein paar felsige Meter. Die Seile sind schon ordentlich angerostet. Hier ist Eigenverantwortung gefragt. Es schaut nicht aus, als würden die Sicherungen regelmäßig gewartet. Das dürfte auch einer der Gründe sein, weshalb der Weg nicht ausgeschildert wird. Und das ist auch ein Grund, weshalb nur Leute mit Erfahrung den Weg gehen sollten. Ich kann nur jedem raten, sich die Befestigungen selbst genau anzuschauen, Die rostigen Dinger genießen jedenfalls nicht mein uneingeschränktes Vertrauen. Hat man diese Passage einmal hinter sich gebracht, verläßt man diesen einsamen Weg auch schon wieder durch ein Holzgatter. Über eine Wiese steigt man nun zu einem Güterweg hoch. Man befindet sich nun wieder auf einem  der „Normalwege“ zur Hohen Kugel. Man folgt kurz dem Güterweg und zweigt dann auf den „Wißa-Stua-Weg“ ab, der durch einen Wald steil zum Gipfel führt

Route

Bei diesem Weg ist das Finden des Einstiegs schon die halbe Miete. Vom Parkplatz beim Schießstand „Ledi“ geht man auf dem Güterweg kurz hoch Ri. Gsohl. Am Anfang des Güterweganstiegs steht eine Fahrverbotstafel. Bei dieser wenige Meter aufwärts bis zur nächsten Regenrinne. Dort den Trittspuren folgend links aufwärts in den lichten Wald. Der Weg wird bald eindeutig erkennbar. Nach kurzem Anstieg kommt eine Stelle, bei der ein etwas breiterer, überwachsener Weg links wegführt. Wir bleiben hier rechts auf dem Wanderweg und steigen steil hoch zum Grat. Nun über den Grat aufwärts. Am Ende des Grats durch den Wald gerade aufwärts. Man kann hier kaum Trittspuren finden. Man kommt aber bald wieder auf einen Kamm, auf dessen Rücken man weiter aufwärts geht. Nach längerem Anstieg führen die eindeutig zu erkennenden Spuren nach rechts. Man erreicht so die Abzweigung, bei der man zur Gsohl-Straße aussteigen könnte. Der Beschilderung Ri. Gsohl-Älpili folgend geht man nun weiter – manchmal etwas absteigend – zum Einstieg in den „Beppo-Steig“. Über diesen ein paar Meter hoch. Am Ende über eine Wiese gerade aufwärts zum Güterweg. Auf diesem weiter Ri. Hohe Kugel. Man erreicht bald das „Wegschild „Wißa-Stua-Weg“. Hier rechts auf den Wanderweg zur Hohen Kugel. Nach langem, steilem Anstieg verläßt man den Wald am Kugelkamm. Nun rechts und nach kurzer Querung die letzten Meter aufwärts zum Gipfel.

Abstieg:Variante Fluhereck: Man kann vom Gipfel Ri. Fluhereck/Hohenems absteigen. Schöner Wanderweg bis zur Emser Hütte und ebendort schöne Einkehrmöglichkeit. Danach auf Güterweg übers Gsohl abwärts zum Ausgangspunkt. (Etwas interessanter ist vielleicht der direkte Abstieg bei der Emser Hütte über die „Luchsfalle“ zum Gsohl Älpili und von dort weiter auf dem Güterweg übers Gsohl zum Ausgangspunkt.) Beim Abstieg vom Gsohl kann man den Güterweg „abschneiden“, wenn man über den „Alten Gsohl-Weg“ absteigt. Dieser steile Wanderweg mündet weiter unten wieder in den Güterweg.

Variante Millrütti: Der Abstieg über die Milrütti ist die kürzeste Variante. Man steigt über den Kugelwald zur Millrütti ab. Von der Millrütti rechts abwärts Ri. Gsohl. Man erreicht nach kurzem Abstieg den Güterweg und geht auf diesem übers Gsohl abwärts zum Ausgangspunkt.