Ausgangsort: Ludesch/Bovel (780 m)
Anfahrt: In Ludesch aufwärts Ri. Raggal – Nach 2,2 Kilometern ab der Abzweigung erreicht man auf der linken Seite, beim ehemaligen Skilift Bovel, einen kleinen Parkplatz. Auf der linken Seite parken! Die rechte Seite ist Privatgrund!
Zeit: 3:00 Std.
Höhenunterschied: 1210 m
Schwierigkeit: gering – mittel
Lawinengefahr: gering
Frequenz: mittel
Jahreszeit: 12 – 03

Kurzbeschreibung

Der Hohe Frassen sei der schönste Aussichtsberg Vorarlbergs, sagte mir ein Freund, der in den letzten 10 Jahren alle Gipfel des Landes bestiegen hatte. Und ich war noch nie da oben! Nun, Ende März, hat es noch einmal bis ins Tal geschneit, sodaß man den Berg von unten gehen konnte. Über die Orientierung machte ich mir keine weiteren Gedanken, da der Mayerhofer in seinem Führer geschrieben hat, daß bei Neuschnee jeweils ein richtiger Wettkampf entbrenne, wer die erste Spur da hinauf lege. Offensichtlich waren die Wettkämpfer müde. Kein Auto am Parkplatz, kein Zeichen einer Spur und obendrauf noch Nebel. Hat es nicht im Wetterbericht geheißen: Sonne im ganzen Land. Das fing ja gut an. Im Internet hat nämlich einer geschrieben, die Routenführung sei kompliziert und für einen Gebietsfremden eh nicht zu finden. Das allerdings ist ein Schmarren. Im unteren Teil folgt man der ehemaligen Skipiste, weiter oben steigt man lange einen Rücken hoch. Der Weg ergibt sich irgendwie von selbst. Der Rücken ist manchmal recht steil und eng und gar nicht so einfach zu begehen. Dann auf 1580 m Höhe weist einem ein Wegschild den Weg zu den Lawinenverbauungen, durch die man über einen steilen Hang hochsteigt. Noch eine Querung nach rechts, auf dem Sommerweg, ein letzter Anstieg über den Gipfelhang und schon steht man oben und kann tatsächlich einen unglaublichen 360° Rundumblick genießen. Der Anstieg ist ganz und gar nicht kompliziert und ziemlich direkt, ohne lange Querungen, sodaß man recht schnell Höhe macht. Für Leute aus dem Rheintal oder dem Walgau ist der Frassen aufgrund der schnellen Erreichbarkeit und der direkten Wegführung ein guter Berg für eine „schnelle Tour“, wenn es bis ins Tal geschneit hat. Ich selbst würde ihn vor allem dann gehen, wenn man in Bovel starten kann, da man die besten Abfahrtshänge auf der alten Skipiste vom Ludescherberg nach Bovel findet. Dann aber, wenn man diese Hänge noch mitnehmen kann, ist der Frassen ein durchaus lohnendes Skiziel auch für jene, die nicht nur wegen der Aussicht hochsteigen.

Streckenbeschreibung

Vom Parkplatz geht man kurz aufwärts zum ehemaligen Liftrestaurant und dann über offene Hänge aufwärts. Im oberen Teil des ehemaligen Skihangs hält man sich eher etwas links. Man passiert das ehemalige Lifthäuschen und erreicht leicht links aufwärts gehend über eine Waldlichtung die Asphaltstraße am Ludescherberg. Man folgt nun am besten der Straße nach rechts, bis man unmittelbar am Straßenrand auf ein Straßenschild trifft, das aufwärts zum Nitzkopf/Frassen weist. Nun steil ein paar Meter aufwärts auf einen Rücken. Man bleibt auf dem Rücken, bis man auf 1580 m Höhe auf ein weiteres Wegschild trifft. Diesem folgend nach links leicht ansteigend durch den Wald zu den Lawinenverbauung. Zwischen den Lawinenverbauungen rechts aufwärts und auf dem Sommerweg – man kann manchmal die rot/weiß-Markierung sehen – nur leicht ansteigend um einen Rücken. Bald kann man den Gipfelhang sehen. Die Wegführung ergibt sich nun von selbst.