Schon seit einigen Wochen trug ich mich mit dem Gedanken eine ganz besondere Trailbefahrung  aus dem letzten Jahr zu wiederholen. Durch reinen Zufall hatten wir damals dieses regelrechte Sahnestück entdeckt und seit dem fest in unserem Gedächnis abgespeichert.   Allerdings wollte ich dieses Mal einen etwas komfortableren Anstieg wählen, da mir die Aufstiegsvariante der letzten Saison doch sehr mühevoll in Erinnerung blieb.
Wie immer benötigte es von meiner Seite nicht vieler Worte um drei treue Weggefährten für diese Mission zu begeistern. Motiviert bis unter die Haarspitzen machten sich Martin, Börny und Chris mit mir gemeinsam auf den Weg. Zunächst hieß es 1.000 HM im bequemen GA1 bis GA2 Modus zu überwinden ehe wir in bewährter Ländle Rider Manier die Bikes zum Teil schoben und schulterten um schließlich auch noch die restlichen 400 HM bis zum Trail-Einstieg zu überwinden. Was zunächst nach einem Spaziergang aussah entpuppte sich Meter für Meter als schwere Schufterei. Der vom Regen aufgeweichte Boden saugte sich wie mit Saugnäpfen nicht nur an unsere Pneus sondern auch an unsere Schuhsohlen. Im Handumdrehen schleppten wir nicht nur Bike und Ausrüstung sondern zusätzlich noch gefühlte 10 Kilo Biomasse zum Gipfelkreuz. Oben angekommen war klar, das mit der komfortablen Aufstiegsvariante probieren wir nochmals.

Zum guten Glück sollte dieser harte Marsch reichlich belohnt werden.

Nicht nur mit einem zünftigen Breant (Vorarlbergerisch für Brotzeit) und einem kräftigen Schluck aus meinem Flachmann, nein viel wichtiger, mit einer einzigartigen Abfahrt auf einem nicht enden wollenden Trail der wie ich meine zu Recht den Namen „Never End“ verdient.

Fred