Ausgangsort: Dornbirn/Niedere (725 m)
Anfahrt: In Dornbirn aufwärts Ri. Ebnit – Dort, wo die Strecke flacher wird – bei einer Bushaltestelle -, zweigt links der Weg zur Kobel Alpe ab. Es gibt nur wenige Parkplätze.
Zeit: 2:30 Std.
Höhenunterschied: 1075 m
Schwierigkeit: gering – mittel (Steiler Schlußhang, auf dem Anfänger evtl. etwas Schwierigkeiten haben könnten.)
Lawinengefahr: mittel
Frequenz: häufig begangen
Jahreszeit: 12 – 03
Einkehrmöglichkeit: Kobel Alpe und Gütler Bergheim sind im Winer an Wochenenden meist geöffnet.

Kurzbeschreibung

Schon viele Male bin ich im Sommer mit dem Bike den Weg über die Niedere zur Kobel Alpe gefahren. Die Strecke durch die Schlucht des Kobelbachs ist ja ganz schön, aber als ich beim „Mayerhofer“ („Die schönsten Skitouren in Vorarlberg“) gelesen habe, daß jenes Tal im Hochwinter eines der schönsten sei, das er kenne, war ich doch ein wenig skeptisch. Nun, da ich es selbst einmal in tiefverschneitem Zustand gesehen habe, ist all die Skepsis verflogen. Allein die Strecke durch die Schlucht zur Kobel Alpe ist ein Grund, die Tour zur Oberseherenspitze einmal zu machen, selbst wenn man dafür eine längere Anreise in Kauf nehmen muß. Da kann man auch einmal gnädig darüber hinwegsehen, daß sich die 270 Höhenmeter zur Kobel „ewig“ flach dahinziehen, ohne daß man einmal richtig Höhe gewinnt. Normalerweise hasse ich solche Hatscher. Aber in diesem Fall konnte ich damit gut leben. Ab der Kobel Alpe beginnt der Weg endlich zu steigen. Und die Landschaft bleibt ausgesprochen schön – bis zum Gipfel. Der recht steile Gipfelhang bietet dann noch eine wunderschöne Abfahrtsmöglichkeit. Insgesamt eine wirklich ausgesprochen schöne Tour – und für Leute aus dem Rheintal liegt sie ja praktisch vor der Haustür. Allerdings, am Ende der Abfahrt muß man wieder auf der flachen Straße zurück durch die Schlucht. Und das ist dann bei all der Schieberei doch etwas mühselig. Darauf sollte man sich einstellen, wenn man die Tour in Angriff nimmt.
Und noch etwas: Ich würde bei der Planung gerade dieser Tour, darauf achten, daß die Landschaft frisch verschneit ist. Nur dann präsentiert sich die Schlucht in jener einzigartigen, geradezu kitschigen Wintermärchen-Idylle.

Streckenbeschreibung

Auf der Straße der Beschilderung folgend flach aufwärts zur Kobel Alpe (995 m). Beim Wegschild oberhalb der Kobel Alpe rechts aufwärts zum Gütler Schiheim. An diesem und der darüber liegenden Hasengerach Alpe links vorbei und dem Sommerweg folgend aufwärts zur Obersehren Alpe (1519 m). An dieser links vorbei und auf linker Seite des steilen Abschlußhangs aufwärts zum Joch. Von dort rechts wenige Meter zum Gipfelkreuz.

Abfahrt:

Bis zum Gütler Bergheim wie Aufstieg. Dann aber rechts vom Hohlweg, auf dem man aufgestiegen ist, über einen offenen Hang abwärts zur Straße. Danach auf der Straße retour zum Ausgangspunkt.