Ausgangsort: Jenins/Kirche (610 m)
Länge: 36.0 km
Zeit: 4:30 Std.
Maximale Höhe: 2040 m
Höhenunterschied: 1600 m

Die Rundtour über den Kamm hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Bike-Klassiker entwickelt. Ein Grund dafür dürfte sein, daß man hier auf recht unkomplizierte Weise aus dem dicht besiedelten Rheintal in eine hoch gelegene, landschaftlich sehr interessante Bergregion vordringen kann. Gleich am Anfang, beim Dörfchen Jenins, beginnt die Tour mit einem recht steilen Anstieg, der erst nach etwas mehr als 1400 Höhenmetern am höchsten Punkt endet. Nun geht es etwas gemäßigter durch ein schönes Alpgebiet abwärts nach Seewies. Während dieser Abfahrt legt man eine längere Strecke auf einem Wanderweg zurück, der für routinierte Biker über weite Teile befahrbar ist. In Seewies hat man nun zwei Möglichkeiten, die Tour fortzusetzen. Zum einen kann man auf der Hauptstraße nach Seewies Station hinunter rollen und von dort auf schönen Radwegen und Dorfstraßen durch Rebhänge über das sehenswerte Graubündner Dörfchen Malans zum Ausgangspunkt gelangen. Man kann aber auch, wenn man noch weitere Zwischenanstiege von insgesamt ca.200 Höhenmetern in Kauf nimmt, über den herrlichen Aussichtspunkt Fadärastein nach Malans gelangen (siehe unten Variante Fadärastein bzw. Kommentare). Diese Variante ist vor allem Singletrail-Fans, die die Abfahrt von Fadärastein nach Malans ganz sicher begeistern wird, ans Herz zu legen.

Variante:Bei km 12,8 führt ein Abstecher aufwärts zur schön gelegenen Alpe Jes (1,7
km/170 Höhenmeter ab der Abzweigung.)

Streckenbeschreibung

0.0 km | 610 Hm: Jenins/Kirche
Erst Kreuzgasse, dann Gässli, Oberdorf und Mühlgasse aufwärts (stets Ri. Ruine Aspermont). Es führt nun ein steiler Güterweg aufwärts zum Kamm. (Bei der Gabelung bei km 5,0/Hm 1270, bei einem Bach, links halten.)

10.6 km | 2040 Hm: Kamm (höchster Punkt der Tour)
Auf Güterweg abwärts zur Alpe Sturfis (km 14,9) und bei dieser der Beschilderung Ri. Seewies folgend auf Wanderweg rechts abwärts. Es folgt nun eine längere Strecke, auf der man das Bike teilweise schieben muss.
Achtung! Ca. 1 km nach der Alpe Sturfis der Markierung folgend rechts abwärts zum Bach.
Die Markierung wird hier leicht übersehen, sodaß man gerade weiterfährt und schließlich im Busch endet.

18.0 km | 1285 Hm: Cani
Bei Einmündung in Güterweg auf diesem rechts weiter nach Seewies (24,3/Hm 945) und in Seewies auf Hauptstraße weiter abwärts nach Seewies Station.

27.6 km | 590 Hm: Seewies Pardisla
Bei Einmündung in Hauptstraße auf dieser rechts weiter Ri. Landquart. Nach 600 m, auf der Brücke, rechts auf Radweg Ri. Landquart. Nach weiteren 1,4 km auf dem Radweg rechts Ri. Malans.

32.7 km | 560 Hm: Malans/Sternagass
Rechts aufwärts zu Hotel Kreuz und nach dem nHotel wieder rechts aufwärts. Nun der Radwegmarkierung folgend weiter bis Jenins.

36.0 km | 610 Hm: Jenins

Kommentare

Kommentar 1
rund um den Vilan: sehr anstrengend, vor allem bei viel sonne, aber grandios. abfahrtsvariante über fadärastein: wer noch rund 150 – 200 aufwärtsmeter auf sich nehmen kann: bei seewies rechts flach/ leicht ansteigend nach fadärastein. traum-aussichtpunkt. auf pfad 50 meter abwärts schieben entlang fels a la val d‘ uina und es geht auf immer breiter werdenden waldweg/hohlgasse ins tale.
chris

Kommentar 2
Die an sich schon traumhaft schöne Tour „Rund um denVilan“ kann um einen sehr schönen
Trail aufgepeppt werden. Für alle, die in Seewies noch nicht genug haben: weiter auf
dem Prättigauer Höhenweg, leicht ansteigend, und dann nach wenigen Kilometern auf fast
vollständig fahrbarem Trail über den Fadärastein nach Malans, Resttour wie im Führer beschrieben.
Bikergrüße Julius

Singletrailvariante Fadärastein

(An dieser Stelle die genaue Beschreibung der in den Kommentaren angesprochenen Variante.)
Länge (Gesamtrunde mit Variante Fadärastein): gleich wie oben
Höhenunterschied: 1750 m
Asphalt: 4,7 km (nur Variante)
Güterwege: 1,0 km
Pfade: 2,7 km
Einkehrmöglichkeit: Fadära
Streckenbeschreibung:
km 0,0, Hm 945 (entspricht km 23,9 der oben beschriebenen Runde): Einmündung in
Hauptstraße von Seewies (etwas oberhalb der Kirche): Rechts aufwärts Ri. Haltestelle. An
der Post vorbei zum Gemeindehaus und bei diesem rechts aufwärts und gleich links Ri.
Fadärastein. Nun ohne große Höhenunterschiede auf Asphaltsträßlein Ri. Fadära (km
3,4/Hm 1057), wo man eine Einkehrmöglichkeit findet. 600 m nach Fadära verläßt man den
Asphalt der Markierung folgend nach links auf einen Fußweg, der in anspruchsvollen, kurzen
Anstiegen zum Aussichtspunkt Fadärastein führt.
km 4,0, Hm 1160: Fadärastein: Auf fast durchgehend befahrbarem Fußweg, später Güterweg, abwärts nach Malans. In Malans (km 8,4) folgt man der Beschilderung Älplibahn/Jenins
nach Jenins. Man befindet sich nun wieder auf der oben beschriebenen Route.

Variante Schesaplanahütte
Wer nach der Vilan-Runde noch übrige Kraft hat, kann bei „Cani“/km17,6 noch die Runde
zur Schesaplana Hütte anhängen. Da warten dann noch gute 600 Höhenmeter und ein
wunderbar gelegenes Gasthaus auf den den Biker.

OPTION:

Variante 08/15 oder PS?
5 Std. – Distanz 30 km – Höhenmeter 1690 m

Start: Jenins
10% Asphalt – 45% Alpweg – 45% Trail
Kondition: mittel / Technik: mittel
Schwierigkeit bergab: leicht / mittel / S0 /S1 und kurze Abschnitte S2 / S3
Schönste Zeit: Sommeranfang – November
Einkehr: Nada

Der Vilan lässt sich in zwei Varianten umrunden: 08/15 oder PS (=PfadSünder). 08/15 führt via Kamm, Stürfis, Cani nach Seewis. Den Kick aber bringt die Route PS. Was die Landschaft angeht, verdienen beide Spielarten eine 10 auf der 10teiligen Eyecatcher-Skala. Bezüglich Beizchen jedoch ist die PS-Variante eine reine Nullrunde.

Schön wär’s gewesen – Ohne jede Anstrengung überwindet man die ersten 1200 Höhenmeter ab Malans mit der Älplibahn. Sofern man kein Bike hat… Wenn doch, nehmen die dich garantiert nicht mit, und du hast von Jenins aus bis Ortasee/Obersäss endlose 1400 Höhenmeter auf einer rauhen Alpstrasse vor dir. So dürften heroben Akku zwo, Camelbak nachfüllen und ein Schinkenbrötchen angesagt sein.

Sieben Brünnen – hört sich nach Feuchtgebiet an – Kurz nach dem Obersäss beginnt ein rustikaler Bergweg mit spärlicher Markierung und nervigen Stufen, die kaum bis gar nicht fahrbar sind. Zudem bewegen wir uns von Sieben Brünnen bis Sadreinegg in einem Biotop, das du kaum trockenen Fusses verlassen wirst. Dafür entschädigt dich eine üppige alpine Flora.

Der geilste Name für eine Alp – Findet wenigstens der Pfadsünder: Gilieila. Hört sich doch eher nach persischer Prinzessin als nach einer Alp an, auf der sich Rindviecher tummeln. Einerlei. Wir kommen dort vorbei, biegen links ab und shreddern über Pligugg und Fulli zu Pt. 1178 hinab. Stimmt nicht, geshreddert wird erst nach der S3-Passage des Traileinstiegs unterhalb des Fadärasteins. Dann aber wie!!! Leider dauert es nur ein paar Minuten, bis du unten in der Welbi vor Malans schon wieder voll in die Eisen musst. Ok, war auch geil.

Querbeet durch die Bündner Herrschaft – Weit beschaulicher nun ist der Rückweg nach Jenins. Gleich am Anfang fährt man am Schloss Bothmar vorbei, hinter dessen Umgebungsmauer einer der schönsten Barockgärten (um 1745) der Schweiz liegt. Verlässt man Malans Richtung Norden, führt ein idyllisches Strässchen durch die Weinberge der Bündner Herrschaft zurück zu unserem Ausgangspunkt. Und dort, Kumpel, würde ich mir in der Weinstube Alter Torkel ein Gläschen genehmigen.