Lücke mit Tücke
6 Std. – Distanz 35 km – Höhenmeter 1650 m

Start: Rüthi
50% Asphalt – 30% Forstweg – 20% Trail
Kondition: schwer / Technik: schwer
Schwierigkeit bergab: mittel / schwer, S0 bis S3, kurze Abschnitte S4
Schönste Zeit: März – November
Einkehr:
Berggasthaus Ruhesitz – T. +41 7179 91 167, ruhsitz@bluewin.ch – www.ruhesitz.ch
Berggasthaus Plattenbödeli – T. +41 7179 91 152, info@plattenboedeli.ch – www. plattenboedeli.ch
Berggasthaus Bollenwees – T. +41 7179 91 170, info@bollenwees.ch – www.bollenwees.ch

Die Saxer Lücke noch nie, noch gar nie mit dem Bike gemacht? Wahrhaft, das ist eine Bildungslücke. Kann man so nicht stehen lassen. Häng dich an mein Hinterrad, wir drehen die Runde gleich mal ab.

900 Hm, ehe wir uns zur Ruhe setzen – Ich harre deiner auf der Schweizer Seite des Grenzübergangs Bangs-Lienz, worauf wir ein paar Kilometer locker einfahren. In Rüthi biegen wir in die Brunnenbergstrasse ab und pickeln via Ruschwald und Zapfen die ersten 900 Höhenmeter des Tages bis zum Berggasthaus Ruhesitz hoch.

Wenn bloss dieses Schild nicht wäre – Wir sind im Appenzell. So irr beliebt sind Biker hier nicht. Das zeigt schon mal das Verbotsschild für Fahrräder nach dem Restaurant. Der Porsche Cayenne darf, wir nicht. Egal. Kämpfen wir uns halt gleich vor der Beiz 100 Höhenmeter rauf und nehmen vorlieb mit dem etwas runzligen Wanderpfad bis zur Hasenplatte.

Seen im Doppelpack und 30 Gehminuten – Nach dem bisschen Trail zum Sämtisersee runter folgt eine laaaaange Gravelroad (der Pfadsünder ist voll in) bis zum Fählensee. Übrigens ist die Beizendichte hier beachtlich: beide Seen warten mit Gasthäusern auf. – Wir jedoch warten nicht und schubsen/schultern die Bikes stracks zur Saxer Lücke hoch.

Atemstillstand – Meine Fresse, dir wird es heroben den Atem rauben, wenn du ins Rheintal runter schaust. Gigantisch schön. Verdammt steil. Und höllisch tückisch. Bei der Underalp hat man dann zwar das Gröbste überstanden. Wir wandeln aber auf Pfadsünder-Pfaden. Nach wie vor gilt es einige S3- und S2-Abschnitte zu knacken, ehe wir uns bis zur Talebene hinab auf Alp- und Forststrassen austoben können.