Ausgangsort: Übersaxen St. Anna Kepelle (980 m)
Anfahrt:
Zeit: 2 Std.
Höchster Punkt: 1220 m
Höhenunterschied: 240 m
Einkehrmöglichkeit: Krone Übersaxen oder div. Dorfgasthäuser

Kurzbeschreibung

Für das Rheintal ist zweierlei charakteristisch: einerseits die pulsierende Betriebsamkeit in der dicht besiedelten Talebene, andererseits die noch ländlich erhaltenen Hanglagen mit ihren naturnahen Erholungslandschaften. Hier lässt man sich besonders an Tagen mit winterlichem Talnebel gerne dazu verleiten, die Fluchtwege ins glitzernde Weiß unter einer warmen Höhensonne zu benützten. Einer der beliebtesten Zufluchtsorte ist Übersaxen. Da verrät schon der Name – von rätoromanisch sur saxa („über den Felsen“) – die Abgehobenheit vom Talgrund.

Streckenbeschreibung

Übersaxen, St. Anna-Kapelle (980 m) – Weiherberg (1015 m) – Gartis (1075 m) – Gulmalpe (1217 m)

In Übersaxen gelangt man vom Dorfplatz auf der Kirchstraße in wenigen Minuten zum Ortsrand und geht danach auf der nach Dünserberg führenden Straße noch zehn Minuten aufwärts. Bei der St. Anna-Kapelle zweigt nach links der Gulmweg ab. Dieser dient am Weiherberg zunächst als geräumte Zufahrt zu den obersten ständig bewohnten Häusern. Danach schließt sich der Alpweg an, der im Winter als gewalzter Schneeweg sowohl zum Wandern wie zum Rodeln verlockend ist.
Wenn man über die sonnigen Hanglagen der Gartisalpe bergwärts wandert, präsentiert die Aussicht die besonderen Reize eines Übergangsbereiches an der Ausmündung des Walgaus in das Rheintal. Hier sieht man zugleich den Übergang von Ost- und Westalpen vor sich. Während im Walgau der ostalpine Rätikon zwischen Zimba und den Drei Schwestern ins Bild kommt, schließt sich im Rheintal ein von der Alviergruppe zu den Appenzeller Bergen reichender Gipfelkranz an, der den Westalpen angehört. Kurz bevor wir das Ziel unserer Wanderung erreichen, schweift der Blick auch über die Sonnenseite des Laternsertals zum Hohen Freschen.
Die Übersaxner Gulmalpe – der Name ist von lateinisch culmen für „First“ abgeleitet – lädt dazu ein, mit dem Rasten zugleich den Rundblick in die Weite zu genießen, bevor man wieder ins Dorf zurückwandert oder sich zumindest bis zum Weiherberg mit einer Rodelfahrt vergnügt.