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Die deutsche Single Trail Skala ist unter Bikern ein langjähriger guter Anhanltspunkt zur Einstufung der Schwierigkeit von Trails bergab. Schon länger bewerten wir immer wieder schwierige und technische Passagen auch im Uphill. Mit dem folgenden Entwurf wollen wir eine Basis zur Diskussionsgrundlage schaffen aus der über den Sommer bis ende Jahr eine Uphill Trail Skala entstehen soll. Analog zur bekannten Downhill-Skala sind auch hier Trailchallenges wie Stufen, Wurzeln, Kehren, Kurven, Spitzkehren oder Steilheit Indikatoren für die Einstufung der Schwierigkeit. Aufgrund der enorm raschen Entwicklung im eMTB und des daraus resultierenden technischen Vortschritts des Bike-Know Hows vieler Biker ist die Definition einer Singel Trail Skala – Uphill (S↑) eine Konsequenz und basiert auf der Single Trail Skala mit der Änderung der Umkehr der Fahrtrichtung (Uphill). Diese Skala ist mit dem Einzug von Elektro-Bikes entstanden und für den technischen Uphill anzuwenden.

Uphill Singletrail Skala (eMTB)

Die MTB Singletrailskala von S0 bis S5 hat sich seit Jahren bewährt und bildet die Grundlage zur Klassifikation der Schwierigkeiten von Trails. Mit dem eMTB besteht die Möglichkeit, Trails auch bergauf zu fahren. Das legt nahe, auch für diese neue Disziplin (uphill Flow) eine eigene Klassifikation der Schwierigkeitsgrade zu implementieren, die auf der klassischen Singletrail Skala basiert. Das ist sie also, die neue Singletrailskala up S0↑ bis up S5↑!

S0↑ (sehr einfach)

up S0 beschreibt breitere Trails, auf denen keinerlei Schwierigkeiten zu erwarten sind. Neben Forstwegen sind breite Wald- und Wiesenwege mit griffigem Untergrund zu erwarten, die flüssig zu fahren sind und keine Hindernisse aufweisen.

Die Steigung beträgt meist unter 20%. Es ist keine besondere Fahrtechnik notwendig. Mit einem klassischen Mountainbike stellt sich S0 als mittelschwerer Trail dar?

S1↑ (einfach)

S1 Trails können etwas schmaler sein und kleinere Hindernisse, wie flache Wurzeln und kleine Steine aufweisen. Mit losem Untergrund, groben Schotter und Wasserrinnen muss gerechnet werden. Die Steigungen betragen bis zu 25% und Kurven können etwas enger ausfallen.

Grundkenntnisse in der Fahrtechnik, insbesondere das Anfahren in Steigungen sollten vorhanden sein.

S2↑ (mittel)

Auf S2 Trails muss mit etwas größeren Wurzeln, Steinen und Stufen bis zu 20 cm gerechnet werden. Die Wege sind oft schmal, können 35% Steigung und mehr, sowie Schräglage aufweisen. Der Untergrund wird vermehrt durch loses Material, groben Schotter, Felspassagen und Wasserrinnen anspruchsvoller. Enge Kurven sind zu erwarten, Spitzkehren nicht. Fortgeschrittenere Fahrtechniken, wie das kurze Anheben des Vorderrades und das Überwinden von Hindernissen durch Gewichtsverlagerung sowie ein dosierter Krafteinsatz, Bremstechniken bergauf und ein gutes Pedalmanagement oder Short Cranks sind vorteilhaft. Der Sattel sollte etwas abgesenkt werden.

S3↑ (schwierig)

S3 Trails können Hindernisse aufweisen, welche eine an sich offensichtliche Linie sowie das Pedalmanagement sehr schwierig machen. Es treten vermehrt anspruchsvolle Passagen mit unerwarteten Wurzeln und Absätzen, Felsbrocken, losem Geröll und Schrägfahrten auf schmalen Wegen auf. Ebenfalls Stufen mit bis zu 35cm. Die erwähnten Hindernisse sind auch in engen Kurven zu erwarten; Spitzkehren sind unter upS3 nicht definiert. Die Steigungen können auch auf längeren Passagen bis zu 50% betragen und flache Treppen aufweisen.

Eine grundsolide fortgeschrittene Fahrtechnik ist Voraussetzung. Das Vorderrad anheben und versetzen, Gewichtsverlagerungen und gezieltes Antreten bzw. Anbremsen zum Überwinden von Hindernissen sind ebenso Voraussetzung, wie ein sehr gutes Pedalmanagement und eine saubere spontane Linienwahl. Der Sattel muss deutlich abgesenkt werden. Einzelne Passagen können nurmehr im Stehen bewältigt werden.

S4↑ (sehr schwierig)

S4 beschreibt überaus anspruchsvolle Uphills mit groben Wurzelpassagen, großen Steinen, Felspassagen und Stufen über 40 cm. Loses Geröll, schmale Schrägfahrten sowie sehr enge Kurven und Spitzkehren sind ebenso zu erwarten, wie schwierige Treppen und Steigungen über 60%. Mit Passagen, in denen das Kettenblatt und insbesondere die Pedale aufsetzen, ist dauernd zu rechnen.

Neben einer fundierten Fahrtechnik sind anspruchsvolle Trailtechniken erforderlich. Dazu gehört vor allem die Fähigkeit das Vorderrad (Front Switch) und das Hinterrad zu versetzen. Pedalmanagement muss gut getaktet immer passen sonst kaum eine Chance. Anfahren am Berg muss besonders gut gekonnt werden. Sogar im Stehen unter den bekannten Kriterien. Der Sattel muss für die Bewegungsfreiheit vollständig abgesenkt werden.

S5↑ (extrem)

In S5 Passagen treten die zuvor genannten Schwierigkeiten kombiniert und in Sequenzen auf. Extreme Steilaufschwünge bis an die Grenze der Bodenhaftung, sehr hohe Stufen, enge Spitzkehren können mit sehr schwierigem Untergrund korrelieren. Auch mit ausgefeilter Trailtechnik bedarf es in aller Regel vieler Versuche, bevor eine up S5 Passage gelingt!

Video- und Bildmaterial zu den Klassifizierungen der Schwierigkeitsstufen folgen bis spätestens Saisonende… Kommentare und Anregungen sind nicht nur erwünscht sondern willkommen! Danke für Euer Feedback und Eure Einschätzung.

rideon, XITRAIL