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Gamidaur (2309 m)

Aktualisiert: 10. Jan. 2021

Ausgangsort: Mels/Weißtannenstr. (845 m) Anfahrt: A 13 Ausfahrt Sargans – Mels – weiter ins Weißtannental – Ca. 500 m nach dem Kurhaus Waldheim kommt auf der rechten Seite ein kleiner Parkplatz. Man kann hier auf einem schmalen Weg losgehen. Normalerweise fährt man noch etwas weiter und startet beim Güterweg, der aufwärts Ri. Ebenwald Alpe/Vermii Alpe führt. Es gibt hier am Straßenrand Parkpaltz für mehrere Autos. Zeit: 3:00 Std. Höhenunterschied: 1465 m Schwierigkeit: mittel Lawinengefahr: mittel Frequenz: mittel Jahreszeit: 12 – 03

Kurzbeschreibung

Das war wieder einmal eine geniale Tour, bei der alles gepaßt hat. Ein wunderschöner Gipfel, tief verschneite Berge, wolkenloser Himmel und traumhafte Abfahrtshänge im besten Pulver. Man muß viele Skitouren machen, bis man einmal so perfekte Verhältnisse hat. Nur der Schneeschuhgänger hat das Bild ein wenig getrübt. Ich glaube, ich werde von denen verfolgt. Bei meiner letzten Tour bin ich schon von einem vereisten Schneeschuhloch ins nächste getorkelt, und jetzt schon wieder. Die können aber auch Löcher machen. Da würde jeder Maulwurf neidisch. Bei steilen Querungen war manchmal die ganze Spur nach unten ausgebrochen. Richtig unangenehm zu gehen. Meistens kehren Schneeschuhgänger bald einmal um. Aber der nahm oft richtig steile Abkürzungen. Da wußte ich: Der ist gut. Der geht bis ganz hinauf. Da gibt’s kein Entrinnen. Glücklicherweise habe ich ihn noch vor dem Gipfel eingeholt. So konnte ich wenigstens die letzten Meter zum Gipfel gemütlich in einer schönen Skispur genießen. Nicht, daß ich etwas gegen Schneeschuhgänger hätte – falls ich etwa diesen Eindruck erweckt haben sollte. Da bin ich tolerant. Im Leben ist alles Zufall. Wäre ich zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort geboren worden, vielleicht wäre ich heute auch einer. Die können auch nichts dafür. Trotzdem halt ich’s in der Beziehung mit dem Florianiprinzip. Mir ist lieber, sie machen anderen die Spur kaputt, nicht mir.

Auf den letzten Metern zum Gipfel habe ich noch ein paar andere Skitourengänger gesehen, die sich für die Abfahrt bereit machten. Da habe ich noch einmal Gas gegeben. Ich wußte, daß man für die Abfahrt zuerst eine kleine Felsstufe abklettern muß, und ich wußte auch, weil ich mich gut kenne, daß ICH die Stelle allein sicher nicht finden würde. Als ich oben ankam, waren sie aber schon weg. Ich schaute mich um. Die waren nirgends zu sehen. Ich folgte den Spuren, sofern man sie in dem abgeblasenen Gelände erkennen konnte. Nichts. Die waren wie vom Erdboden verschluckt. Erst als ich ein paar Stimmen unter mir hörte, entdeckte ich ein paar Fußtritte, die am Ende einer Wechte, bei einem Felsblock buchstäblich ins Nichts zu führen schienen. Ich schaute über die Wechte: Tatsächlich da standen sie, und zu ihren Füßen die herrlichsten Pulverschneehänge. Den Einstieg hätte ich alleine wirklich nicht gefunden. Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, daß man da runter gehen kann. Ich fand den Abstieg mit dem ganzen unhandlichen Zeugs – Skier in der Linken, Stöcke in der Rechten – schon etwas unangenehm. Aber es hat sich gelohnt. Es folgte eine traumhafte Abfahrt bis zur Unteren Vermii Alpe. Ab der Vermii Alpe war der Abfahrtsspaß dann leider vorbei.Die letzten 600 Höhenmeter legt man ü