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Säntis (2501 m)

Ausgangsort: Wasserauen/Hotel Alpenrose (868 m) Anfahrt: A 13 Ausfahrt Kriessern – über Altstätten, Gais, Weissbad nach Wasserauen – bis zum Ende der Straße und beim Hotel Alpenrose parken Zeit: 4:30 Std. Höhenunterschied: 1640 m Schwierigkeit: mittel Lawinengefahr: hoch Frequenz: mittel Jahreszeit: 03 – 05 Einkehrmöglichkeit: Restaurant am Gipfel; Ghf. Mesmer (während der Hauptsaison bewirtschaftet)

Kurzbeschreibung

Der Säntis gilt als eine der großen Paradeskitouren im Vorarlberger Skitourengebiet. (Natürlich weiß auch ich, daß der Säntis den Schweizern gehört. Ich will ihn ihnen auch gar nicht wegnehmen. Aber für Vorarlberger Bergfreunde ist das Alpsteinmassiv Heimatgebiet.) Am Säntis gibt es alles – ich will mal vom schrecklich verbauten Gipfel absehen -, was sich ein Skitourengänger wünscht: Fordernde Anstiege in versteckten Bergtälern, in denen man das Gefühl hat, weit in den Bergen zu sein, traumhafte Abfahrtshänge  und eine unglaubliche Landschaft. Ich war immer schon ein großer Fan des Alpsteins. Aber, daß es so schön sein kann, habe ich auch nicht gewußt. Ich bin im Nebel zum Seealpsee aufgestiegen und wanderte flach zu den Hütten am Ende des Sees, als sich ganz langsam der Nebel lichtete. Urplötzlich tauchten – quasi aus dem Nichts – die gewaltigen, verschneiten Felsmassive auf, die dieses liebliche Tal einrahmen: links der Altmann und rechts der Säntis, die zwei dominierenden Massive des Alpsteins. Solche Bergkulissen findet man ansonsten in Nepal, im Solo Khumbu. Da ist das Alltag. Aber so knapp über der Nebelsuppe des Rheintals ist das schon etwas anderes. Trotz alledem scheinen gar nicht so viele Tourengeher am Säntis unterwegs zu sein. Schon als ich in Wasserauen losgegangen bin, habe ich mich gewundert, daß es nur eine etwas schüchterne Andeutung einer älteren Spur gab, obwohl die Bedingungen die letzten Tage recht gut gewesen waren. Die Spur begleitete mich immer wieder bis zu jenem Hochtälchen unter Wagenlücke. Mal war sie hier und dann wieder weg. Weg war sie vor allem immer dann, wenn man sie hätte brauchen können – in den steilen Anstiegen. Das einzige aber, was da noch vorhanden war, waren die von den Abfahrern, die mit der Bahn hochgefahren waren,