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Weltreise Teil 2 (ab Tibet)

Aktualisiert: 2. Feb. 2021

Tibet




An der chinesischen Grenze eröffnete uns ein Beamter, daß wir mit unseren Rädern nicht einreisen dürften. Daß man ein Visum für China hatte, hieß nicht, daß man sich auch frei in dem Land bewegen durfte. Es gab eine Liste offener Städte, in denen sich Ausländer aufhalten durften. Man durfte mit öffentlichen Verkehrsmitteln von einer offenen Stadt zur anderen reisen. Außerhalb dieser Städte durfte man sich nicht aufhalten. Offiziell war es nicht erlaubt, zwischendurch auszusteigen. Da war es natürlich eine logische Konsequenz, daß man nicht einfach so per Fahrrad durch die Lande tingeln durfte. Weiß Gott, was man da alles sehen hätte können. Nachdem ich schon einmal mit dem Fahrrad in China unterwegs gewesen war, wußte ich, daß das mehr Theorie als Praxis war. Man mußte nur die Grenze hinter sich bringen, dann konnte man sich, wenn man nicht gerade der Public Security in die Hände lief, recht frei bewegen. Nachdem die PBS-Büros meist in Städten waren, galt es, diese zu meiden. Wir mußten uns also nur etwas für diese Grenzbeamten einfallen lassen und – und das war fast noch schwieriger – Reiner im Zaum halten.